Geistesgabe

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Autor: F.W. Haack †
Stand: Januar 2009
  1. Kurztext
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  3. Weblinks

Kurztext

In der pfingstlerischen und charismatischen Frömmigkeit wird oft großes Gewicht auf besondere "Geistesgaben" gelegt. Vor allem die "Gabe der Zungenrede" wird manchmal regelrecht zum Erweis des Besitzes des Heiligen Geistes verfälscht, die "Gabe der Auslegung der Zungen", die "Gabe der Prophetie", die "Gabe der Gesichte" und die "Gabe der Heilung" oder die "Gabe, Geister auszutreiben" werden genannt. Es muß aber gesehen werden, daß das Neue Testament wesentlich größeres Gewicht auf andere Gaben legt, wie die Gabe, seines Amtes zu walten, die der Ermahnung, des Gebens, des Regierens, des Barmherzigkeit Übens, der dem Glauben gemäßen (!) Weissagung (Römer 12), zu reden von der Weisheit, die Gabe zu reden von der Erkenntnis" und vom Glauben als wichtigster Geistesgabe (1. Korinther 12). Und der Apostel Paulus mahnt: "Aber ich will in der Gemeinde lieber fünf Worte reden mit verständlichem Sinn, auf daß ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in Zungen (1. Korinther 14, Vers 19). Wer behauptet, besondere Geistesgaben zu besitzen, ist dadurch in keiner Weise über die anderen Gläubigen erhoben. Werden angebliche "Geistesgaben" besonders herausgehoben, kann das der Beginn einer Absonderung sein, die zum Sektierertum führen kann.

Bibliographie

Bestand der Deutschen Bibliothek zum Thema

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Weblinks

Meyers Großes Konversations-Lexikon
Geistesgabe
Wikipedia
Gaben des Heiligen Geistes

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